Selbstüberschätzung

Selbstüberschätzung kann viel Geld kosten.

Bestätigungsirrtum

Bei der Suche und der Interpretation von Informationen neigen Menschen dazu, die Informationen überzubewerten, welche der eigenen Meinung entsprechen und eine Entscheidung bestätigen.

Angenommen, ein Anleger hört in einem Interview, dass Aktie X ein aussichtsreiches Engagement sei. Seitdem ist er von dieser Aktie fasziniert. Nun will er jedoch noch weitere Informationen einholen. Wenn er jetzt nur noch Informationen sucht, die seine Meinung bestätigen, ist der Bestätigungsirrtum im Spiel. Überschriften wie 'Hier ist noch Luft nach oben' oder 'Zinsumfeld sorgt für Rückenwind' werden gerne in die Analyse aufgenommen. Andere Nachrichten werden ignoriert. Nach einigen Tagen kauft er die Aktie. Um seine Entscheidung gegenüber sich selbst zu rechtfertigen, werden wiederum nur Argumente wahrgenommen, die seine Entscheidung bestätigen.

Der Bestätigungsirrtum verstärkt auch die Tendenz zur Selbstüberschätzung.

Self-Serving-Bias

Die Neigung, Gewinne sich selbst zuzuschreiben und Verluste externen Ereignissen wie Marktbewegungen, besonderen Umständen oder dem Zufall.

Werden also zufällige Gewinne dem eigenen Können zugeschrieben, obwohl ein Trader einfach nur Glück hatte, so kann das zu Selbstüberschätzung führen und in der Folge zu riskanten und ursprünglich nicht geplanten Käufen. Der zufällige Erfolg verführt Menschen dazu, sich besondere Fähigkeiten bei der Vorhersage zuzuschreiben.

Beispiel: Aufgrund von charttechnischen Überlegungen wird ein Engagement eingegangen. Überraschend gibt nun das Unternehmen positive Quartalszahlen bekannt und der Kurs steigt. Das kann dazu führen, diesen Kursgewinn den eigenen Fähigkeiten zuzuschreiben, obwohl man die Aktien des Unternehmens aus ganz anderen Gründen gekauft hat.

auch Selbststtribution, selbstwertdienliche Attribution

 

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