Was ist irrational?

Wenn an der Börse von Psychologie gesprochen wird, so meinen Experten damit manchmal irrationales Verhalten, was sie nicht erklären können. Doch was bedeutet irrational und was hat das mit der Börse zu tun?

Im Grunde ist keine Handlung 'irrational', denn mit jeder Handlung wird eine Absicht verfolgt, die einen Sinn macht. Vielmehr basiert eine Handlung auf Erfahrungen und Verhaltensmustern, die sich für jemanden bewährt haben.

PsychologieLeider funktionieren bestimmte Vorgehensweisen nicht immer gleich gut. Das liegt an den Umständen, die sich permanent ändern - insbesondere an den Finanzmärkten. Funktioniert eine Vorgehensweise nicht, so spricht man in der Regel von „irrationalen“ Verhalten.

Doch wo kommt das irrationale Verhalten her? Psychologen kennt drei Quellen des Irrationalen, in die sich viele Phänomene einordnen lassen.

Was führt zu Irrationalität?

Drei Dinge führen dazu, das Menschen sich irrational verhalten: die Masse, die Leidenschaft und die eigenen Vorurteile.

1. Massenpsychologie

Le Bon war nicht der erste, aber der bekannteste Wissenschaftler seiner Zeit, der 1895 für sein Werk „Psychologie der Massen“ viel Aufmerksamkeit bekam. Seine These: Unter dem Einfluss der Massen wird der Verstand des Einzelnen untergraben. Der Mensch - in unserem Fall Investor oder Trader - ist sich seiner Handlungen nicht mehr bewusst. Den Begriff Herdentrieb hat jeder Börsianer schon einmal gehört.

2. Leidenschaft

Unter Leidenschaft fällt an der Börse vor allem die Gier. Menschen kaufen aus Gier, weil ihnen 20% Gewinn nicht mehr genug sind. Aber auch Angst und Panik sind der Leidenschaft zuzuordnen. Hat die Leidenschaft erstmal die Kontrolle über die Logik gewonnen, steuern uns Emotionen und nicht mehr rationale Entscheidungen. An der Börse haben rein emotionale Entscheidungen selten zum Erfolg geführt. Trotzdem können Emotionen nicht einfach irgnoriert werden. Werden sie ausgeschaltet, in Schach gehalten und ignoriert, schlagen sie später umso deutlicher zurück. In einem Coaching kann der Umgang mit Emotionen neu eingeordnet werden. Wie Coaching ( -> ) funktioniert, ist hier nachzulesen.

3. Vorurteile

Zu den Vorurteilen gehören falsche Schlussfolgerungen, gedankliche Verzerrungen, Selektion von Informationen oder Generalisierung von Fakten auf andere Ereignisse. Vorurteile beruhen häufig auf "vorschnellen Urteilen", denn an der Börse müssen Entscheidungen manchmal unter Zeitdruck ausführt werden. Unter dem Begriff Behavioral Finance gibt es eine Unmenge an "Vorurteilen", die einem den Erfolg an der Börse schwer machen können.

 
 

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