Lexikon

Stellen wir Rationalität nicht infrage, handeln wir irrational

Um dem Begriff der Irrationalität näher zu kommen, hilft die Unterscheidung von subjektiver und objektiver Rationalität. Aber allein das Verständnis einer Bedeutung befreit uns nicht davon, Rationalität ständig zu hinterfragen. Auch um das Konzept der kognitiven Verzerrungen zu verstehen, ist es hilfreich, sich mit dem Konzept der Rationalität auseinanderzusetzen.

 

Behavioral Coaching

Die übersehene Anwendung verhaltensökonomischer Erkenntnisse in Coachingprozessen

Coaching und Behavioral Economics (Verhaltensökonomie) sind zwei Disziplinen, die traditionell keine Berührungspunkte aufweisen. Coaching ist eine Vorgehensweise, die auf psychologischen und systemischen Theorien aufbaut. Verhaltensökonomie ist eine Schule, die auf psychologischen Konzepten basiert und Antworten auf ökonomische Fragestellungen bereitstellt.

Behavioral Economics

Self-Serving-Bias

Selbstattribution

Die Neigung Gewinne sich selbst zuzuschreiben und Verluste externen Ereignissen wie Marktbewegungen, besonderen Umständen oder dem Zufall. Diese kognitive Verarbeitung findet häufig statt und dient der Erhaltung des Selbstwertes.

Werden jedoch zufällige Gewinne dem eigenen Können zugeschrieben, obwohl ein Trader einfach nur Glück hatte, so führt das zu Selbstüberschätzung. Der (vermeintlich) selbst herbeigeführte Erfolg verführt die Versuchspersonen dazu, sich besondere Fähigkeiten bei der Vorhersage zuzuschreiben. Die Folge kann sein, dass eventuell hohe Risiken eingegangen werden.

Beispiel: Gibt ein Unternehmen unerwartet positive Quartalszahlen bekannt und steigt der Kurs, so können Menschen dazu neigen, sich diesen Kursgewinn selbstzuzuschreiben, obwohl man die Aktien des Unternehens aus ganz anderen Gründen gekauft hat. Das ist der Self-Serving-Bias.

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auch Selbststtribution, selbstwertdienliche Attribution

 

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